DATEV Unternehmen online ist für viele Kanzleien gesetzt — vor allem für den Belegaustausch mit Mandanten. Das Belegmodul ist mit rund 3,83 € pro Mandant und Monat (DATEV-Preisliste, Stand 01/2026) sogar günstig. Der Punkt ist nicht der Beleg-Preis, sondern der Funktionsumfang: Belegaustausch ist nur ein Teil der Wertschöpfung.
Wo der Belegaustausch aufhört
Belege hochladen und austauschen kann das Portal. Aber die eigentliche Arbeit — Erkennung, Kontierung, Buchung, Auswertung — passiert danach. Bei DATEV ist die KI-Auto-Kontierung ein separater, kostenpflichtiger Automatisierungsservice. Eine echte Alternative deckt die ganze Kette in einem System ab.
- Belege werden nicht nur ausgetauscht, sondern automatisch erkannt und auf Positionsebene kontiert — inklusive, nicht als Zusatzservice.
- Faktura, Banking, OPOS, BWA und Liquiditätsplanung sind integriert — kein Modul-Baukasten.
- Auswertungen fließen automatisch an den Mandanten zurück.
- Ein transparenter Preis pro Mandant statt Grundgebühr + Modul + Service + Nutzer + Speicher.
Der eigentliche Kostenhebel
Teuer wird die Digitalisierung selten am Belegportal, sondern wenn jeder Mandant eine eigene Cloud-Buchhaltung braucht (gängige Tarife liegen bei rund 20–30 € je Unternehmen und Monat). Ein kanzleieigenes System, das alle Mandanten zu wenigen Euro pro Mandant bündelt, verändert diese Rechnung — und macht die Anbindung auch kleiner Mandate wirtschaftlich.
„Die beste Alternative zu einem Belegportal ist kein besseres Belegportal, sondern ein System, das den Beleg auch verarbeitet.“